ArchivJuni 2006

Die Reise nach Jena – “Demokratisches Handeln für Jugend und Schule”

Mittwoch, 28. Juni 2006

Wisst ihr noch? Wir haben einen Preis gewonnen und vier Schüler und die Verbindungsmitarbeiter sind nach Jena gefahren. Warum sind wir da eigentlich hingefahren? Wir sind hingefahren, weil wir einen Preis gewonnen haben, so konnten wir eine 4 tägige Reise in die Lernstatt Jena machen und alles live miterleben. Wir haben da unser Projekt vorgestellt und haben von anderen Schüler auch ihre Projekte gesehen und auch einige näher kennen gelernt. Öfters war abends ein Schlagzeug-Konzert, dann noch eins von „Zwischenfall-Chanson-Rock“ aus Leipzig. Am letzten Tag haben sich alle getroffen und ihre Workshop-Projektergebnisse vorgestellt. Zum Schluss haben alle noch eine Urkunde für die ganze Schule bekommen.
(Nadine, Klasse 10)

Jena war sehr anstrengend, besonders die langen Tage über fast eine ganze Woche. Vorher hatte ich etwas Lampenfieber. Ich wusste nicht, ob das Verhalten der anderen freundlich ist. Als ich da war, merkte ich, dass alle Lehrer und Schüler ganz OK waren. Mein 1. Workshop war nicht schlimm. Ich hatte wenig Angst, aber ich war gut ausgelastet. Mein 2. Workshop (Linoldruck) hatte wenig mit Demokratie zu tun. Ich fand sehr gut, dass Lehrer und Schüler gleichberechtigt mitgemacht haben. Die vielen Rollenspiele waren für mich interessant. Der Schlagzeug-Abend war mir zu laut und die Musik war mir zu fremd. Ich hätte eine Disco besser gefunden. Aber ich würde so eine Fahrt gerne wieder machen, weil man da andere Projekte und andere Schüler kennen lernt.
(Bünyamin, Klasse 10)

Alles war zwar anstrengend, aber so gut, dass man zuhören und mitmachen konnte. Unser Hip-Hop-Workshop hat von 9:00 bis 22:00 Uhr gedauert. Das war richtig hart. Das Konzert am Donnerstag war so laut, dass wir raus gegangen sind. Auch die Arbeit im Zug (auf der Hinfahrt) war sehr anstrengend, aber gut, weil wir wussten, was da auf uns zukommt. Ich hab erst gedacht: Oh Gott, wie reagieren die, wenn ich im Rolli sitze; vielleicht lassen sie mich links liegen. Aber dann haben sie mich gefragt, warum ich manchmal im Rolli sitze und dann war alles OK. „Wenn du Hilfe brauchst, helfen wir dir“, haben sie dann gesagt. Vorher habe ich gedacht, die anderen können sicher alles und wir nicht. Aber das war nicht so. Wir konnten das auch – mitarbeiten und so. Ich habe mich in die Gruppe einbezogen gefühlt. Ich habe mich da wohl gefühlt.
(Jasmin, Klasse 11)

In der Zeit, als wir in Jena waren, haben wir viel über Politik und Demokratie geredet. Das war sehr interessant, aber man hatte abends natürlich Kopfschmerzen. Mir hat am meisten die Workshop Gruppe gefallen, weil wir da viel gemacht und natürlich auch viel gelernt haben. Im Workshop „Hip Hop“ haben wir gerappt und ein Theaterstück eingeübt. Da habe ich auch die meisten Kontakte gehabt, mehr als in der ganz großen Runde in der Halle. Mir hat es gut gefallen, auch wenn es anstrengend war.
(Nadine, Klasse 10)

Urkundeverleihung

Ich, der ehemalige Schüler der Schule Tegelweg, war begeistert. Das was man an der Akademie für Bildungsreform gelernt hat lernt man so schnell nicht mehr wieder. Die ganzen Projekte, die Workshops, die Konzerte waren einfach klasse; auch die Unterkünfte waren top. Der Erfahrungsaustausch der einzelnen Schüler war wissenswert. Viele Schüler haben Probleme gemeistert und oft mit unterschiedlichen Strategien Konzepte gelöst. Ich fand außerdem unser Team sehr gut. Wir haben super gut zusammen gearbeitet. Jena hat Spaß gemacht. Auch die Ausflüge, wo man Jena selbst kennen lernt, waren wissenswert und spannend. Ich war ja im Industrie-Kurs, wo man die Stadt halt mit ihrer Industriegeschichte kennen gelernt hat. Ich würde mich freuen, wenn ihr so was noch mal gewinnen würdet.
(Benjamin, ehemaliger Schüler und Schulsprecher)

 

Nach ein paar Monaten haben wir Post von der Stadt bekommen und haben eine Einladung bekommen und später dann die Eintrittskarten. (Damit sie auch wissen, dass wir wirklich die sind, die in das Rathaus dürfen und nicht wildfremde Menschen, die keine Preise bekommen und einfach nur zuschauen wollen.) Wir sind da reingegangen und da haben uns drei Musiker auf der Treppe gegrüßt und uns allen viel Spaß gewünscht. Als alle versammelt waren, hat die Band gespielt. Frau Dinges-Dierig hat uns begrüßt und dann hat sie mit einem Herrn die Moderation übernommen. Nach und nach wurden dann einzelne Wettbewerbe aufgerufen und bei „Demokratisch Handeln“ waren wir an der Reihe. Bünyamin und ich sind mit Herrn Holzhauer nach vorn gegangen und haben die Urkunden mit einen Umschlag abgeholt. Dieses Mal hat jeder eine Urkunde bekommen. Zum Schluss hat die Band noch mal gespielt und gesungen, und zwar diesmal ein bekanntes Lied von Arash: „Boro boro.“ Alle sind dann aus dem Festsaal gegangen und wir haben noch Fotos gemacht.
(Nadine, Klasse 10)

Adventure-Day für Schüler-Rat und Buddys

Freitag, 16. Juni 2006

Am Freitag, 16.6.2006 erhielt der Sch-Rat seinen zweiten Gewinn für den Landes-Sieg im Buddywettbewerb: Einen Adventure-Day. Nachdem nur 8 Schüler im Februar ins Buddy-Camp nach Hannover fahren durften, nahmen heute 23 Klassensprecher und Buddys am Abenteuer-Tag teil.

Irina und Larissa von Outdoor-Germany hatten sich schon am Donnerstagabend das Gelände angesehen und Ideen entwickelt, die sie am Freitag in aller Frühe vorbereiteten. So konnten die Schüler sich ab 8.00 Uhr nach der Begrüßung gleich in zwei Gruppen einteilen und loslegen. Unterstützt von 3 Pfadfinderinnen der Royal Rangers und vier MitarbeiterInnen galt es Gebirge zu erklimmen, Drachen zu überlisten, einen Sumpf zu überqueren und blind eine Polonaise zu schaffen. Immer war die ganze Gruppe gefordert, was die Buddys natürlich prima schafften. Schließlich sollte kein Rollifahrer im Sumpf versinken oder am Gebirge scheitern. Alle Schüler zeigten viel Vertrauen und konnten Verantwortung übernehmen.

Höhepunkt war das abschließende Bogenschießen auf einer professionell errichteten Schießanlage. Das war wirklich spannend, wie Fabian im Team mit Heike ins Gelbe traf. Hier wurden völlig neue Sportarten erfunden wie z. B. der Tandem-Schuss: Larissa spannt und Jasmin zielt: „Höher, links, links – Schuss und Treffer!“ Auch wenn manche Schüler drei Versuche brauchten, bis sie die Scheibe trafen, so waren am Ende alle stolz auf ihren Erfolg. Sogar Patricks Pfeil, der sich ins Gebüsch verirrte, fanden wir wieder. Sadeg könnte hier eine neue Sportart für sich entdeckt haben, nachdem er ganz selbstständig die Scheibe sicher traf.

Alle Teilnehmer bedankten sich am Schluss bei Irina und Larissa sowie bei den Pfadfinderinnen für diesen spannenden Schultag. „Wann gibt es den nächsten Adventure-Day,“ fragte nicht nur Patrick, der solche Tage gern öfters hätte.

Bogenschießen

Wahlpflichtgruppe “Theater” bringt eine neue Uraufführung

Donnerstag, 15. Juni 2006

“Ali und Eva – eine Liebesgeschichte” wurde von unserer Theatergruppe am 15. Juni 2006 aufgeführt. Trotz erschwerter Probebedingungen war auch dieses Stück mal wieder ein voller Erfolg. Von der geladenen Mittelstufe gab es tosenden Beifall.

Ein Glasbläser war da

Dienstag, 13. Juni 2006

Der Glasbläser kam am 13. Juni 2006 und führte uns in die Kunst des Glasblasens ein. In mehreren Gruppen erklärte er uns seine Materialien. Jeder Schüler durfte eine kleine eingefärbte Glaskugel blasen. Wer sich traute, der konnte feststellen, dass die eigene Zunge beim Blasen nicht brennt …!

Die Flame war faszinierend und das Blasen ganz schön schwer.

Schüler der Klasse 8 machen ihre Laufabzeichen

Montag, 12. Juni 2006

Am 12. Juni wagten sich die Schüler der Klasse 9 bei 27° C auf die Jahnbahn im Stadtpark. Alle wollten ihre persönlichen Rekorde aufstellen. So schafften es Gabriel und Ümit eine halbe Stunde in ihren Rollis in Bewegung zu bleiben. Jan und Patrick konnten eine halbe Stunde walken. Nico schaffte sogar eine Stunde. Sah es erst nicht so aus, konnte Wilhelm doch 15 Minuten laufen. Xenia musst leider nach 20 Minuten Rolli fahren aufgeben. Sie will kräftig üben und ihr Abzeichen im nächsten Jahr versuchen. Wer stolze Gesichter sehen will, muss in die Fotogalerie surfen.

Medailienregen

Hiii-hiii-ja!!! Eine Woche Nordsee mit der MF 1

Samstag, 10. Juni 2006

“Wie viele Klassen fahren denn mit?”, fragt der Lkw-Fahrer. Und er lässt seinen Blick über den Berg von Sachen gleiten, der einen guten Teil des Schulhofs bedeckt: Kisten, Tüten, Koffer, Reisetaschen, Stühle, Lifter, Klostühle, Rollstühle, Liege, little room und zwei Gitarren, die darauf warten, eingeiaden zu werden. „Vier”, antwortet Timo, der Zivi. „Vier Klassen nur?” sagt der Fahrer. „Nein, vier Schüler.”

Zwei Stunden später sind wir da, im „Evangelischen Jugend-Erholungsdorf in St-Peter-Ording“. Eine riesige Wiese mit Bäumen, auf der in großen Abständen Häuser stehen. Vor den Häusern sitzen Eltern, Kinder, Jugendliche. Herrlich ist es hier und ganz ruhig. Adi blinzelt in die Sonne, die zwischen seinen Wimpern hindurchscheint und sagt “Ha!“  und Patrick sagt: „Hnööö” und lauscht auf das Klappern der Störche, die  hoch über  dem Dorf auf einem Mast ihr Kind groß ziehen. Natascha schaut in weite  Ferne, riecht den Meerwind, der ihr leise übers Gesicht streicht, und schweigt. Nico  schaut minutenlang kritisch auf das Haus vor ihnen. Dann legt er seinen  Kopf in den  Nacken und lacht. Ja, da steht es, ganz hinten, am Rand der Dünen, unser Domizil für  diese Woche: Haus Nekkepenn, benannt nach dem guten Geist der Inselfriesen. Von  dem war leider nichts zu sehen. „Haaah!“, sagt Adi noch einmal. Stimmt, er hat recht: es  ist Essenszeit. Und einer macht sich auf den Weg zur Küche, um auf einem  Bollerwagen das Essen zu holen, das schön warm verpackt ist, in dicken  Aluminiumgefäßen.

7 Tage und Nächte haben wir hier verbracht. Wir wanderten über den Deich, wir  wanderten durch die Dünen, wir wanderten zum Meer, da blies uns der Wind ins  Gesicht. Wir wanderten ins Dorf, wir wanderten über den Markt, wir wanderten zum  Kurkonzert und dann durch einen Urwald zum Streichelzoo. Und als Natascha Besuch  bekam von ihrer Schwester und ihrer Mutter wanderten wir zu den Pferden. Denn Nataschas Schwester wollte gern reiten.

Frühstück gab’s auf der Terrasse. Denn die Sonne blinzelte jeden Tag durch die  Wimpern von Adi. Und jeden Tag hörte man aus Nataschas Zimmer Musik aus der Barockzeit.

Und jeden Tag zupfte und schlug Patrick seine Gitarre und sang: „Nöö – hö – hö, hihihi.“ Und jeden Tag schallte das Lachen von Nico durch die Räume, und alle lachten mit. An dem Tag, an dem es zu heiß war zum Wandern, füllten wir ein Planschbecken mit kühlem Wasser. Und an dem Tag, als Patrick 15 Jahre alt wurde, standen viele, viele Kerzen auf dem Tisch und seine Mutter kam zu Besuch. Es was schön.

Im Dorf lernten wir Sonja kennen. Sonja ist ein Hund. Sie schleckte über Nataschas Füße, Nicos Beine, Adis Hände, und dann sprang sie auf Patricks Schoß und schleckte ihm übers Gesicht. Die Kinder sagten nichts. Sie lachten. Und Sonja lachte auch. Dann kam eine Mutter vorbei mit ihrer kleinen Tochter an der Hand, und die Tochter fragte: „Mami, was haben die Kinder?” Und die Mutter zerrte das Kind weiter und sagte: „Die sind sehr sehr krank, das ist ganz schlimm.“ Die arme Tochter!

Und jeden Abend gab’s Musik. Wir sangen und trommelten und rasselten und zupften und flöteten. Und selbst Adi, der eigentlich eher Rock und klassische Musik mag, schüttelte die Schelle und sang mit: „Hiiii-hiiii-ja”. Und zwei mal kam sogar Klaus Lietze vorbei, der Dorfvorsteher, mit einer Gitarre, die hatte zwölf Saiten. Der sang ein selbstgedichtetes Lied über sein Dorf und wollte, dass wir wiederkommen.

Das machen wir!

Adrian in der HängematteJan wird Ehrenbürger im Kindre- und Jugenderholungsdord St. Peter-OrdingNico hat Geburtstag

Projekttag des Schülerchors

Dienstag, 6. Juni 2006

Am 6. Juni trafen sich die Sängerinnen und Sänger des Schülerchors, um an einem Projekttag zu singen, zu klatschen und Spaß zu haben.

Wir haben für das „Offene Singen“, das am 8.6. stattfinden sollte, geübt. Wir haben aber auch schon an die Einschulungsfeier im August gedacht, an dem wir für unsere neuen 1. Klässler ein kleines musikalisches Theaterstück aufführen wollen.

Am Ende des Tages konnten wir

  • dreistimmige Kanon singen,
  • dreistimmige Kanon klatschen, patschen und stampfen,
  • uns richtig aufstellen.

Wir waren müde, aber zufrieden.
(Christine Lippens)

gemeinsames Üben