ArchivFebruar 2009

Projekttag des Schülerrats

Donnerstag, 26. Februar 2009

Begrüßung und Einstieg:
Um 8.00 Uhr trafen sich alle pünktlich im Musikraum. Die Schulsprecher eröffneten den Projekttag und gaben die Leitung an Herrn Meißner und Frau Knigge ab.
Herr Meißner erklärte das „Holzfällerspiel“: Alle stehen sich gegenüber und halten sich überkreuz an den Unterarmen. So waren wir gemeinsam stark und konnten sogar Baumstämme tragen. Unser Baumstamm hieß übrigens Robin.

Orga:
Leider mussten wir danach noch eine Menge organisieren, da die meisten Schüler ihre Aufgaben nicht erledigt hatten (Geschirr, Tische, Prospekt vom Pizzaservice holen) oder ihre Klassensprechermappen in der Klasse vergessen hatten.

Wiederholung „Vorbereitung und Durchführung des Klassenrats“:
Jetzt folgte der langweiligste Teil: Wir wiederholten noch einmal, was wir alles brauchen um einen Klassenrat überhaupt durchführen zu können. So erstellten wir eine „Checkliste“. Außerdem überlegten wir gemeinsam, wie die Tagesordnung eines Klassenrats aussehen könnte. Als wir mit unseren Ergebnissen zufrieden waren, ging es erst einmal in die Frühstückspause.
Danach wurde es wieder etwas interessanter: Wir schrieben in Zweiergruppen unsere Checkliste und unsere Tagesordnung am PC ab. Jedes Klassensprecherteam verteilte sich auf die beiden Gruppen. Anschließend wurden die Ergebnisse für jede Klasse ausgedruckt und laminiert.
Die Checkliste befindet sich jetzt in jeder Schülerratsmappe. Eine Wäscheklammer soll dabei helfen, alle Punkte in der richtigen Reihenfolge zu beachten.
Die Kärtchen für die Tagesordnung mussten ausgeschnitten werden. Danach klebten wir kleine Magnete auf die Rückseite. Alle Kärtchen können nun problemlos an die Tafel geheftet werden. Ein Pfeil (ebenfalls mit Magnet) hilft beim Einhalten der Reihenfolge der verschiedenen Punkte.
Die anschließende Hofpause hatten wir uns nun wirklich verdient.

Rollenspiel:
Herr Meißner und Frau Knigge schlüpften nun in die Rollen der Klassensprecher und spielten Situationen aus dem Klassenrat vor. Ein „Klassensprecher“ hat sich immer richtig und einer falsch verhalten. Alle waren stets einer Meinung, wie etwas besser gegangen wäre (beide Erwachsene schienen allerdings ihre Rollen sehr zu übertreiben…).
So nahmen wir uns vor, zukünftig auf folgendes zu achten:
• deutliches Sprechen
• Blickkontakt
• gerade sitzen
• einander ausreden lassen
Das ist ganz schön schwer …

Rollenspiel mit Kamera:
Nun „spielten“ Marcel und Daniel Klassenrat und wurden dabei mit einer Videokamera gefilmt. Zunächst gingen sie die Checkliste durch, um alles gut vorzubereiten. Dann fing der Klassenrat an. Gemeiner Weise hatten die „Klassenkameraden“ Rollenkarten bekommen. Sie taten gelangweilt oder störten durch Zwischenrufe, lachten andere Schüler aus usw. Es war für die Klassensprecher ganz schön schwer, hierauf zu reagieren. Viele Reaktionen waren aber schon sehr gut (z.B. „Hör mal zu, es wird jetzt spannend“).
Nach diesem Teil des Projekttages kam der Pizzamann mit 3 riesigen Pizzen. Er wurde mit Applaus begrüßt. Das Aufräumen ging sehr schnell und wir ließen uns das leckere Essen mit Cola und Fanta schmecken.
Nach der Mittagspause guckten wir uns die Videoaufzeichnungen über den Fernseher an und stoppten immer an den Stellen, an denen etwas gut gelang oder verbessert werden könnte. Zum Schluss „spielten“ Tansu und Asena Klassenrat. Auch hier sahen wir uns das Video kritisch an. Leider verging die Zeit sehr schnell. Mehr Teams konnten sich nicht ausprobieren. Das muss nun bis zur nächsten SchRat-Sitzung warten. Dann geht´s weiter!

Abschluss:
In einer Abschlussrunde waren sich alle einig: Das war anstrengend und hat Spaß gemacht. Wir haben viel gelacht und viel gelernt. Schade, dass die Zeit schon um war.

Und das sind die Ergebnisse:
Hilfen für den Klassenrat (als PDF-Dokument zum Download, 22 KB):

1. Checkliste; Was muss ich machen, damit ich einen guten Klassenrat vorbereiten kann?

2. Tagesordnung; Wie führe ich einen Klassenrat durch?

Die Narren sind los

Montag, 23. Februar 2009

In diesem Jahr wurde am Rosenmontag (23. Februar 2009) das traditionelle Faschingsfest gefeiert. Das Motto „Spiel, Sport und Spaß“, ließ der Fantasie sowohl bei der Kostümwahl als auch bei der Gestaltung der Spielstände freien Lauf. Viele lustig und einfallsreich verkleidete Schüler und Erwachsene trafen sich zunächst in der Pausenhalle. Drei Erwachsene tanzten einen Mitmachtanz. So war das Faschingsfest eröffnet und alle verteilten sich auf die verschiedensten Spielstände.
Die waren: Das große Airtramp, Wasserspiele, ein Fühlparcours, ein Standesamt (am Ende des Festes waren nur wenige Scheidungsfälle bekannt), ein Fitnessstudio mit Nägel schlagen, Erbsen treffen und anderen Krafteinsätzen, ein Rolliparcours in absoluter Dunkelheit, eine Wahrsagerin, Dosenwerfen und ein Glücksrad. Letzteres wurde von unserem Cop 4u betreut. Alle Stände hatten außerdem noch Wartestationen. Hier konnten kleine Aufgaben erledigt werden, damit das Warten auf die eigentliche Attraktion nicht so langweilig wurde. Natürlich gab es noch einen Ruheraum, mit einer großen Matte zum Schaukeln und einen Ausruhraum im Snoezelenraum. Zwei Klassen kümmerten sich um jeweils einen Getränkestand. Viele Eltern sorgten für ein riesiges, vielseitiges und leckeres Buffet.
Nach dem Mittagessen öffneten auch noch eine laute und eine leise Disco, die jeweils von unseren Zivis betreut wurden.
Zum Abschluss traten die Tegelfriesen gegen andere Freiwillige in einem sportlichen Wettkampf im Trocken-Skilaufen, Teebeutelweitwurf und Gummistiefelwerfen an. Manch einer mochte sich gefragt haben, warum immer die Tegelfriesen gewannen. Unser Cop 4u hatte den richtige polizeilichen Spürsinn: Die Tegelfriesen hatten jedes Mal geschummelt! Strafe musste sein und Herr Martens, der Ober-Tegelfriese, wurde unter Applaus in Handschellen abgeführt. Damit war das Faschingsfest beendet. Es gab wohl Keinen, der nicht irgendwie auf seine Kosten gekommen wäre.

Auch in diesem Jahr ga es wieder viele bunte Kostüme.

Am Rosenmontag, dem 23. 2.2009, hat unsere Schule Fasching gefeiert. Die meisten Räume wurden geschmückt. Jede Klasse wurde von einem Festausschussmitglied abgeholt, alle Klassen haben sich dann in der Pausenhalle versammelt.
Es wurden verschiedene Stände aufgebaut. Es gab zwei Getränkestände. Es gab einen Stand, an dem man Wasserspiele spielen kann. Es gab auch einen Stand an dem man heiraten konnte. Es gab auch Dosenwerfen und einen Stand, an dem man mit einem Hammer Erbsen kaputt machen konnte. Und man konnte Nägel in Bretter hauen und gucken, wie viele Schläge man braucht, bis man den Nagel im Holz versenkt hat. Außerdem gab es einen Stand, an dem man sein Gleichgewicht testen konnte und an diesem Stand musste man sich durch einen dunklen Raum tasten.
Viele Verkleidungen sahen witzig aus. Frau Knigge hat sich als Herr Ewe verkleidet, und Herr Ewe als Frau Knigge, und zwei Mitarbeiter hatten einen Kuhkopf auf dem Kopf.
Jedes Kind war dazu aufgefordert worden, etwas für das Mittagsbüfett mitzubringen, und Frau Knigge hat Fotos gemacht und sie dann auf unsere Homepage gestellt. Es gab zwei Discos: eine laute und eine leise. In der lauten Disco wurde viel getanzt. Am Ende des Tages gab es einen Ostfriesen-Wettbewerb, bei dem die Erwachsenen aus einem Team geschummelt haben. Bei dem Wettbewerb gab es Teebeutelweitwurf, Gummistiefelzielwurf und Trockenskilaufen.
(Marcello, Kl.9)

Die Skireise 2009 nach Bischofsreut (2. – 8. Februar 2009)

Donnerstag, 12. Februar 2009

Sonntag, 1. Februar 8.00 Uhr Bahnhof Altona: Treffpunkt für die diesjährige Skireise für Rollstuhlfahrer nach Bischofsreut im Bayrischen Wald. Die Teilnehmer und Teilnehmerinnen der vier Schulen für Körperbehinderte in Hamburg, ihre Familien und die Betreuer versammeln sich. Von der Schule Tegelweg sind dabei: Lisa P., Miriam T. und ein dritter Teilnehmer, dessen Name aus Gründen des Datenschutzes nicht genannt werden darf. Nennen wir ihn Teilnehmer Nr.3. Als Betreuer fahren Annkatrin Diehl, Meike Schomaker und Dirk Hauthal mit.
Dem Anlass entsprechend, hat es in Hamburg am Morgen geschneit.
Die Temperaturen sind frostig. Dies merken die Beteiligten deutlich beim Warten auf den Zug. Als er endlich kommt, startet das Programm „Einsteigen“: Mit Hilfe des Mobilitätsservice der Bahn werden die Teilnehmer und ihre Rollstühle in den Zug transportiert, die Räder der Rollstühle abmontiert und die Einzelteile platzsparend im Zug verstaut. Sehr hilfreich ist dabei die Zugbegleiterin, die uns eine Toilette als Lagerraum für einige zerlegte Rollstühle überlässt. Nachdem erstaunlich schnell alle und alles im Zug seinen Platz gefunden hat, geht es auf eine zwar lange, aber recht kurzweilige Fahrt zu unserem Umsteigebahnhof Würzburg. Bester Stimmung beschnuppern sich die Mitglieder der großen Gruppe und lernen sich gegenseitig schon ein bisschen kennen. In Würzburg müssen wir dann von den freundlichen Mitarbeitern der Bahn erfahren, dass wir besser in Nürnberg umgestiegen wären. Dann wären uns steile Treppen erspart geblieben. Schade, dass uns dies niemand bei der Buchung verraten hatte. Allerdings haben wir das „Glück“, uns von den besseren Bedingungen in Nürnberg (ein Fahrstuhl) selbst überzeugen zu können: Unser Zug ab Würzburg ist defekt und wir müssen in Nürnberg ein zweites Mal umsteigen. Als auch das vollbracht ist, sitzen schließlich alle ziemlich erschöpft aber immer noch gut gelaunt im Zug Richtung Passau. Dort angekommen, werden wir von unserem „Vorauskommando“, drei Betreuern mit drei Bussen abgeholt und endlich in den Witikohof nach Bischofsreut gefahren. Wir haben es geschafft!!!!
Nachdem die Zimmer verteilt und sehr zufrieden bezogen worden sind (Teilnehmer Nr.3 wörtlich: „Das ist Traum“) gibt es ein umfangreiches Buffet.
Damit keine wertvolle Ski-Zeit verloren geht, werden bereits nach dem Abendessen, die ersten Skigeräte angepasst. Allerdings nur für die etwas älteren Teilnehmer. Die jüngeren müssen dringend ins Bett. Das Anpassen ist eine recht zeitraubende Angelegenheit: Alles muss perfekt sitzen, sonst klappt es mit dem Ski-Fahren nicht und ist evtl. gefährlich. Auch der Helm und die Ausrüstung der jeweiligen Betreuer zum Sichern der aufstrebenden Skifahrer müssen ausgesucht werden.
Am nächsten Vormittag bekommen dann alle Kinder und Jugendlichen ihr Skigerät und die dazugehörige Ausrüstung, so dass es nach einem kurzen Mittagessen endlich losgehen kann: Wir fahren zur Piste!!! Bei strahlendem Sonnenschein und reichlich Schnee!! So wird es auch fast jeden Tag bleiben, auch wenn in den letzten Tagen, unter Föhneinfluss und elf Grad plus der Schnee schon etwas weniger wird.
Nachdem das erste Durcheinander beim Umsetzen vom Rollstuhl in die Skigeräte usw. überwunden ist, wird es wieder einmal deutlich: Man kann mit diesen Skigeräten wirklich (mit Begleitung) Schlepplift fahren und einen Abhang gesund und sehr munter herunterkommen. Auch wenn es dabei natürlich immer wieder harmlose Stürze gibt.
Alle sind begeistert, fahren und lernen was das Zeug hält.
Innerhalb unserer Skireise machen alle Teilnehmer große Fortschritte. Die meisten können nach einiger Zeit einen großen Teil der Steuerung ihres Skigerätes selbst übernehmen. Einige fahren fast vollkommen selbstständig, werden nur noch durch ein recht langes Sicherungsseil für den Notfall gesichert. Die Tegelwegler sind in dieser Woche sehr gut gelaunt und sehr erfolgreich unterwegs: Miriam braucht natürlich auch am Ende der Woche noch viel Hilfe von Meike, treibt diese aber energisch zu immer rasanteren Abfahrten auch auf nicht wirklich einfachen Strecken an. Lisa wird immer sicherer und übernimmt die Steuerung ihres Skigerätes immer mehr selbst. Teilnehmer Nr. 3 schließlich fährt zum Schluss nur noch mit einer Leine gesichert meistens vollkommen allein. Miriam und Teilnehmer Nr. 3 fahren nach einer sehr rasanten, steilen Abfahrt (bei der auch Teilnehmer Nr.3 wieder auf Lenkung durch seinen Betreuer besteht) sogar mit einem Sessellift, was auch Betreuer Meike und Dirk bis dahin nicht für möglich gehalten hatten.
Mittags gibt es in den Räumen einer Skischule täglich ein recht improvisiertes Mittagessen. Es ist aber prima, hier ausruhen zu können, etwas Warmes zu essen und etwas zu trinken zu bekommen.
Nach dem täglichen Ski-Spaß sind Sportler und Betreuer meisten erstmal fix und fertig. Dem wird von den meisten mit aktiver Erholung begegnet: Nach einer kurzen Pause geht es ins Schwimmbad, in den Whirlpool oder in die Sauna und das Dampfbad.
Zu erwähnen ist neben der durchweg ausgezeichneten Stimmung auch noch das ebenso gute Essen und die sehr freundliche Betreuung im Witikohof.
Zum Abschluss der Ski-Aktivitäten wird das traditionelle Slalomrennen durchgeführt. Bei diesem Rennen geht es nicht darum, wer die schnellste Zeit fährt, sondern wer in zwei Rennläufen den geringsten zeitlichen Unterschied bei beiden Läufen aufweist. Ein kniffliges Verfahren mit echten Problemen: z.B. Wenn ich beim ersten Durchlauf stürze, muss ich das beim zweiten Mal eigentlich auch tun. Was mache ich, wenn ich beim zweiten Durchgang viel besser fahre? Kann ich mich auf mein Zeitgefühl verlassen?
Es starten 14 Teilnehmer, davon zwei Gäste, die früher einmal als Teilnehmer mit auf der Skireise waren. Gewertet werden die Läufe in neun verschiedenen Kategorien, je nach Art des Skigerätes (Mono-Ski, Bi-Ski oder Dual-Ski), nach der Stärke der Unterstützung durch den Betreuer usw.
Bei der großen Preisverleihung am letzten Abend gibt es dann auch nur Sieger bzw. erste, zweite und dritte Plätze, weil alle sich viel Mühe gegeben haben und ihre Sache sehr gut gemacht haben. Zum ersten Mal wird ein Wanderpokal für die erfolgreichste Schule verliehen. Die Mannschaft des Tegelwegs ist in diesem Jahr mit seinen drei ersten Plätzen bei drei Startern natürlich nicht zu schlagen.
Bravo Tegelweg!!!!!! Diesen Wanderpokal im nächsten Jahr zu verteidigen wird nicht einfach. Die Konkurrenz ist stark!
Zurück nach Hamburg geht es am Sonntag, dem 8. Februar, deutlich bequemer als auf der Hinfahrt. Erstens sind diesmal alle Züge der DB heil, so dass uns ein zusätzliches Umsteigen erspart bleibt. Zweitens fahren wir erster Klasse. Das war eigentlich eine kleine Panne, da beim sehr frühen Buchen für uns leider schon nicht mehr genug Plätze in der zweiten Klasse frei waren. Es erweist sich aber als Segen für uns: Viel Stauraum, die Rollis müssen nicht auseinander gebaut werden und man kann mit den Rollstühlen durch den Mittelgang des Zuges fahren. Das erspart unseren Skifahrern und uns Betreuern viel Unannehmlichkeiten.
Bester Stimmung kommen wir am späten Nachmittag in Hamburg Altona an. Die Eltern warten schon sehr gespannt auf ihre Kinder und deren Erlebnisse. Nachdem wir unser Skilauflied „Wir wollen Skifahren“ ein weiteres Mal zum Besten gegeben haben und das Gepäck aus dem vorausgefahrenem „Hirtenstromer“ verteilt ist, löst sich auch unsere Gruppe nach einer sehr schönen und sehr intensiven Woche auf.
(Dirk Hauthal)

Schüler auf der Piste