Therapie

Seit der Gründung der Schule Tegelweg (ehemals Eppendorfer Landstraße) sind Physio- und Ergotherapeuten fester Bestandteil des interdisziplinären Kollegiums. In enger Zusammenarbeit mit dem Klassenteam sichern wir eine bestmögliche Förderung der  sensomotorischen Entwicklung der Schülerinnen und Schüler auf der Grundlage eines in das Gesamtförderkonzept integrierten Behandlungsplans. Die therapeutischen Ziele orientieren sich an Entwicklungsstand und Alter des Kindes und werden für den Schüler lebensbedeutsam und alltagsorientiert gestaltet. Hierbei decken wir ein großes Aufgabenspektrum ab.
Das übergeordnete Ziel der therapeutischen Arbeit an der Schule ist es, den Schülerinnen und Schülern die Teilhabe am Schulalltag mit der größtmöglichen Selbstständigkeit zu ermöglichen und den Lebensraum Schule für sie mit ihren vielfältigen Behinderungen erlebbar und gestaltbar zu machen.
Die Leitthemen dabei sind stets Selbstständigkeit, Selbstbestimmung und Sozialkompetenz.

Physotherapieabteilung:

Leitung: Sandra Hörhold
Telefon: 040 / 428 9696-43
E-Mail: sandra.hoerhold@tegelweg.hamburg.de

Ergotherapieabteilung:

Kommissarische Leitung: Silke Drewes
Telefon: 040 / 428 9696-42
E-Mail: silke.drewes@tegelweg.hamburg.de
Gruppenfoto der Therapeuten

Unsere Ergo- und Physiotherapeuten

Therapieimmanenter Unterricht

oder: Verzahnung von Therapie und Pädagogik

Individuelle Förderung

  • Lernen findet im Alltag statt.
  • Für das Kind müssen die Ziele bedeutsam und sinnvoll sein.
  • Bewegungshandeln ist die Art und Weise, wie das Kind seinen Alltag bewältigt.
  • Die Lebenswirklichkeit des Kindes ist das Hauptkriterium bei der Auswahl der Ziele.

Verzahnung von Pädagogik und Therapie:

  • Interdisziplinäre Zusammenarbeit soll sich als frühzeitig beginnende integrative und intensive (positive) Beeinflussung der gesamten Entwicklung in einem ganzheitlichen Kontext verstehen.
  • Sie richtet sich an alle Kinder einer Klasse.
  • In diesem Programm werden für jedes Kind individuelle Förderziele erarbeitet und mit pädagogischen und/oder therapeutischen Inhalten verknüpft.
  • Die erlernten Bewegungsmuster werden im Tagesverlauf mit schulischen Handlungsfeldern und Alltagssituationen verknüpft und führen so zu einem therapieimmanenten Unterricht.
  • Im interdisziplinären Team werden die Fördermaßnahmen zu einer Ganzheit verknüpft und an das kindliche Alltagsleben angepasst.
  • Alle Kinder, auch Kinder mit schweren Mehrfachbehinderungen müssen lebenspraktische Fertigkeiten  zielgerichtet einüben. Dazu gehören An- und Ausziehen, Toilettentraining, Nahrungsaufnahme, Körperpflege und Mobilität.
  • Auch Kinder mit Beeinträchtigungen im emotionalen und sozialen Bereich werden mit diesem Konzept individuell gefördert.

Besonderheiten

  • Alle Mitglieder des Teams arbeiten an den gleichen Förderzielen.
  • „Spezialisten“ zeigen den Teammitgliedern besondere Maßnahmen, die nötig sind, um das Ziel zu erreichen.
  • Der unterschiedliche Blick aus verschiedenen Fachbereichen auf das Kind erhöht die Wirksamkeit der Förderung.

Folgerung

  • Das Verständnis von Unterricht muss sich ändern, damit die Möglichkeit von Therapie besteht.
  • Das Verständnis von Therapie muss sich ändern, damit Pädagogik und Therapie sich verbinden können. Therapie in einem isolierten Raum mit „schulfremden“ Therapeuten sind für dieses Konzept nicht hilfreich.

Vorgehen

  • Die SonderschullehrerIn bereitet den Unterricht vor und stellt Bedingungen her, in denen Therapie stattfinden kann.
  • Die TherapeutIn verdeutlicht die Fähigkeiten bzw. die Förderbereiche im sensomotorischen Bereich der Schüler.
  • Die TherapeutIn nutzt die vorbereitete Situation für individuelle Förderung im sensomotorischen Bereich.

Schnittmengen der Pädagogik und der Therapie:

  • Selbstständigkeitstraining
  • Unterricht, in dem
    • Sinneswahrnehmungen
    • Umwelterfahrungen
    • Ausdauer
    • Motorische Geschicklichkeit
    • Konzentrationsvermögen

    geübt werden können.

  • Lernausgangslagen schaffen durch verbesserte Lagerung, Sitzmöglichkeit, Sitz- und Stehkontrolle

Therapeuten und Pädagogen bringen ihre Kompetenzen in die gemeinsame Arbeit ein